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Stachelbeeren

Die Stachelbeeren sind reif! Da mache ich doch wieder eine tägliche Naschtour durch den Garten.... Ich habe einen einzigen kleinen Hochstamm, aber er trägt sehr gut und reicht für eine ganze Menge Besuche. Außer mir mag nämlich keiner im Haus Stachelbeeren! Ich liebe sie und besonders gern mag ich Stachelbeerbaisertorte, die ich mir aber meist verkneife. Wenn aber (vielleicht 1x im Jahr) mit irgendjemand ein Cafébesuch ansteht, dann muss es Stachelbeerbaiser sein, falls das Angebot das hergibt. Rhabarberbaiser ist auch eine gute Notlösung....
14.6.07 12:07


Stille

"Stille" heißt das neue Buch vonTim Parks und es ist das erste, das mich seit langer Zeit mal wieder so richtig beschäftigt. Hier kurz der Klappentext.

Harold Cleaver ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Er ist ein berühmter Fernsehjournalist. Über sein denkwürdiges Interview mit dem amerikanischen Präsidenten spricht man im ganzen Land, nicht nur in London. Man spricht auch über das gerade erschienen Buch seines Sohnes, den kaum verschlüsselten Roman über seinen Vater: "Im Schatten des Allmächtigen".
Und plötzlich ist ihm klar, dass er weg muss. Weg von der medialen Öffentlichkeit, die er so hervorragend bedient und die ihn gleichzeitig beherrscht, weg von seiner langjährigen Lebensgefährtin und den gemeinsamen Kindern. Das Bedürfnis nach Stille ist übermächtig. Er bucht einen Flug nach Mailand und fährt in ein entlegenes Dorf in Südtirol, um dort eine Hütte "über der Lärmgrenze" zu finden. wo er für niemanden mehr erreichbar ist, weder per Handy noch per E-Mail. Nicht für seine Frau, nicht für seinen Sohn, nicht für seine Kollegen. Er sit überarbeitet und übergewichtig. Er hat das Gefühl, nichts mehr zu sagen zu haben, nichts mehr sagen zu wollen, und den Wunsch, einfach zu "sein".
Wochen später, eingeschneit in einer abgelegen Hütte, allein und sprachlos, weil er die Sprache der Bauern nicht versteht, die ihn mit Lebensmitteln und Whisky versorgen, muss er feststellen, dass die Stille kein Garant für Ruhe ist und dass nichts so verstörend ist wie die Stimmen im eigenen Kopf.

Es passiert nichts, ist aber total spannend.... Ich versuche auch, mich während des Lebens in die äußere Situation hinein zu versetzen. In der Hütte, dicht am Abgrund in 2000m Höhe unter äußerst primitiven Bedingungen, ganz allein, ohne Bücher und ohne Brille (die hat er vergessen). Er reflektiert das bissige Buch seines Sohnes und seine eigene Sicht der Dinge. Ich finde ihn nicht sympathisch, aber sehr menschlich. UND ICH FREUE MICH; DASS ICH EIN TOLLES BUCH ERWISCHT HABE.
11.6.07 10:20


Versicherungen

Gestern beim Geburtstagsfrühstück erwähnte eine Nachbarin gleich 3x an ganz verschiedenen Stellen des Gesprächs, dass dieses und jenes ein Fall für die Hausrat- und sonstige Versicherungen sei. Mir wird dann jedes Mal ganz anders. Ich WÜSSTE überhaupt nicht, dass die Versicherungen so viele selbstverschuldete Missgeschicke übernehmen! Aber manche Menschen wissen eben ganz genau, wer ihnen was schuldig ist und treiben das (und vermutlich auch anderes!) ein. Ich bin deswegen sicher nicht besser, eher nicht so gewitzt (dümmer?). Aber sympathischer macht mir das diese Nachbarin auch nicht... Ihre Zahnarztgeschichten mit Regressansprüchen sind auch so ein Fall für sich...
7.6.07 08:55


...gefunden

Am Wochenende habe ich zusammen mit meiner Tochter über den Randstreifen meines Quilts "Ésprit de Nay", der dann später "Freude bricht sich Bahn" heißen soll, nachgedacht, und wir haben in meiner zum Quilt passenden Stoffkiste tatsächlich einen Stoff gefunden, der sowohl im Material (Batik) als auch im Farbton (Lila) als auch im Muster (unregelmäßige Kreisformen) supergut passt. Aber wo hatte ich diesen Streifen gekauft? In meinem örtlichen Laden? Irgendwo auf Reisen? Vorsichtshalber habe ich schon mal im Internet nachgeforscht, bei meinen Lieblingsläden im Netz und auch bei einigen anderen. Eine schöne Tätigkeit an einem verregneten Pfingstmontag...
Aber: gestern waren wir in strömenden Regen unterwegs in meine Lieblingsstadt: Bücher holen, beim Chinesen essen und in den örtlichen Quiltladen. Und nach einem hastigen Blick über die Regale hatte ich ihn gefunden: Batik, lila mit unregelmäßigen Kreisformen)!!! Da habe ich mich richtig gefreut, denn so einfach ist es nicht, sich neu zu orientieren nachdem man bereits eine innere Wahl getroffen hat!!!
Nachmittags habe ich dann mein Stöffchen gleich gewaschen. Er hat sehr stark ausgeblutet und musste etliche Male gespült werden. Aber heute ist er trocken, muss gebügelt, in vier Streifen geschnitten werden und dann geht´s weiter... Endspurt zum Quilten.
30.5.07 08:50


Bilderfrust...

Das kleine Kreuz beim letzten Eintrag ist übrigens mein Versuch, ein Foto einzustellen...
Dann habe ich gestern übers Internet versucht, Fotos an einen Service für Papierfotos zu senden. das ging trotz korrekter Befolgung der Vorschriften schon mal gar nicht und hat nur Zeit gekostet...
Am meisten ärgert mich, dass ich das nicht gebacken kriege... Ich würde so gerne Bilder zeigen...
29.5.07 09:07


24.5.07 18:46


Lesezeit

Durch ein Gespräch wurde ich gestern wieder einmal in die Zeit vor 25 Jahren versetzt.
Ich war jung, hatte drei sehr lebhafte Kleinkinder und einen Hund und natürlich einen Mann, Haushalt und Beruf. Irgendwie habe ich nie alles wirklich bewältigt... Aber die Person, die garantiert zu kurz kam, war ich selbst.
Vor 25 Jahren war auch noch die Zeit, in der man Briefe und Karten schrieb, statt Mails und SMS. Die kamen dann mit dem Briefträger (der hieß noch nicht Zusteller) und nicht irgendwann wie elektronische Post.
Meine Kinder klebten irgendwie immer an mir, der einzige Ort, den ich allein besuchen durfte, war das Klo. So kam es, dass ich Briefe aller Art bevorzugt auf dem Klo las. Dort hatte ich zumindest einen Moment Ruhe.
Das ist jetzt schon so lange her... Aber obwohl meine Lebensumstände deutlich ruhiger geworden sind, gilt immer noch: Briefe lese ich bevorzugt auf dem Klo....
Aber leider gibt es auch für mich nur noch sehr wenig echte Briefe zwischen Werbung und Rechnungen versteckt...
Eigentlich schade!
24.5.07 09:06


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